31. Oktober 2008

Tagging saves Dough

Hier ist ein interessanter Artikel zum Thema Tagging: Enterprise Tagging Service social software saves IBM $4.6 million a year.

The Enterprise Tagging Service in IBM aims to provide an alternative approach to helping people find information compared to traditional search engines. Search based on keyword analysis often relies on a taxonomy that is rigid due to the way the software performs its structural analysis of web pages, identifying and classifying the keywords. Social tagging allows people to add human semantics to keywords that they define that sometimes can amount to finding a resource faster based on what people think is relevant.

Der kurze Beitrag zählt auf, wie eine kleine Interface Erweiterung und eine Ersparnis von 12 Sekunden am Ende des Jahres Millionen Dollar sparen kann.

Ein gutes Beispiel, welches man sicherlich ab und an in Kundengesprächen gut brauchen kann.

30. Oktober 2008

Robot Fish

Ich mag Hunde - vor allem Roboter Hunde. So wie den supersüßen Aibo von Sony (der leider nicht mehr gebaut wird). Mir war aber nicht klar, wie weit die Roboter Industrie fortgeschritten ist.

Hier sind ein paar wunderbare Videos der neuesten Tierchen: Robot Fish, Big Dog und LittleDog .

Ist das nicht herrlich? Da wird der Urlaub auf dem Pony-Hof endlich ein High Tech Abenteuer. Und diese wunderbar fiesen Little Dogs? Sind das die Asseln des 22ten Jahrhunderts?

Axure 5.1

Ich sehe gerade, dass es Mitte Oktober ein Axure Update gegeben hat. Für alle die bereits Axure 5 haben, ist Axure 5.1 nun kostenlos herunterladbar. Die Seite New in Axure RP Pro 5.1 informiert ein wenig, über die letzten Updates.

Ich hab Axure 5.1 noch nicht installiert. Vorsicht: 5.1 deinstalliert die 5.0 Version.

29. Oktober 2008

Toyota Way

Ich habe gerade das Buch The Toyota Way: Fourteen Management Principles from the World's Greatest Manufacturer beendet (von 2004). Wirklich sehr interessant.

Beim Toyota Way gehts es nicht primär darum, warum Toyota (angeblich) so hochwertige Fahrzeuge baut, sondern um die Toyota Philosophie und den Prozess der Ständigen Verbesserung (KVP).

Nun KVP, vielen unter dem Namen Kaizen bekannt, ist ja recht populär - aber nur ein Teil des Toyota Ways. Dieser basiert auf 14 Prinzipien. Wer das Buch nicht lesen mag, findet in der Wikipedia einen guten Ansatzpunkt das Thema mal zu überfliegen.

The Toyota Way has been called "a system designed to provide the tools for people to continually improve their work" The 14 principles of The Toyota Way are organized in four sections: 1) Long-Term Philosophy, 2) The Right Process Will Produce the Right Results, 3) Add Value to the Organization by Developing Your People, and 4) Continuously Solving Root Problems Drives Organizational Learning.

Die Prinzipien sind auf keinen Fall nur auf die Autoindustrie gemünzt. Ich glaube alle lassen sich in unsere geliebte IT-Industrie und noch viel tiefer, in Agenturen und Projekte, einbringen. Da wären zum Beispiel Genchi Genbutsu (wenn man sich die Sache/den Nutzer nicht vor Ort anschaut, wird man die Situation/das Problem nie ganz verstehen), Nemawashi (nimm dir Zeit für gut überlegte Entscheidungen und setze sie dann rasch um) oder, wie bereits erwähnt Kaizen (werde eine lernende Organisation durch den Prozess der ständigen Verbesserung).

Ich werde mir das Buch sicherlich noch einige Male vornehmen müssen. Mit dem Thema muss man sich ausgiebiger beschäftigen.

All about UX

Via Konigi bin ich mal wieder über zwei gute Links gestolpert.

Design patterns - eine wirklich tolle und umfangreiche Artikelsamlung. Da kann man mal an einem verregneten Sonntag Morgen wunderbar durchbrowsen und sich hier und da verlieren - falls man nicht zum Becker laufen oder mit dem Hund um die Ecke muss.

UX Republic - eine offene Sammlung von Webseiten (Screenshots) und anderen Interface Elementen. Jeder registrierte Nutzer kann seine Bilder hochladen und beschreiben. Eine Firefox Extension gibt es offenbar auch. Eine wunderbare Inspirationsquelle.

28. Oktober 2008

Temporäre Kunsthalle: Candice Breitz et al.

Komme gerade von der Eröffnung der Temporären Kunsthalle Berlin nach Hause. Geschlossene Gesellschaft. Kaum Hoodies, viele Schlipsträger.

Ich bin ein großer Fan der Video-Kunst von Candice Breitz und Alex Fahl.

Im Zeitalter von DSDS und Popstars und Co. erscheinen mir die dargestellten Laiendarsteller (aka Fans) aber in ganz neuem Licht.

Na ja, schaut euch die Installation mal an, wenn ihr in Berlin seid.

Ich schätze, zwei- bis dreihundert Gäste waren da. Mir hat es sehr gut gefallen. ...Und danke für das Bier :)

Information Minister

Ich bin eben über diesen wunderbaren Artikel im New York Magazin gestolpert: The Minister of Information. Na - was meint Ihr? Um wen geht es da? ;)...

His field is almost sui generis, containing bits and pieces of art direction, data-crunching, economics, historical research, and plain old expository writing. It’s often labeled “information architecture,” or “analytic design.”

Es geht in dem Beitrag um Edward Tufte - den Autor von Büchern wie The Visual Display of Quantitative Information oder Beautiful Evidence.

Ein schöner Artikel vom Juni 2007. Für Tufte-Fans ein must read.

Technique and Art

Hier ist ein schöner, kurzer Artikel von usabilitynews.com: User-centric Design: Simple and Distinctive.

...usability and interaction design is similar to learning the technique of painting. As much as you may have impeccable technique with a brush and an eye for color, it probably will not make you a Michelangelo - usability is the technique, but understanding the user is the art.

Schöner Satz, oder?

27. Oktober 2008

dConstruct Podcasts

Ich sehe gerade, dass auf der dConstruct Website ein paar Podcasts der eben vergangenen Konferenz eingestellt worden sind.

Es sind noch nicht so viele Beiträge online. Ungeduldige können sich ja noch einmal in den Audio-Files von 2007 und 2006 umhören.

(Ach, ich liebe einfach verständliches URL Design.)

26. Oktober 2008

Web 2.0 Expo Proceedings

Ah, ich seh gerade, dass die Präsentationen der eben zu Ende gegangenen Web 2.0 Expo Berlin online sind: Presentation Files.

Ich war selbst nicht dort, aber der Bericht in Spiegel Online war nicht soo toll. War es wirklich so schlecht?

Who (TF) is Joe Sixpack?

Das hier ist ein guter, kurze Artikel im Cooper Journal: Joe six pack is not a useful archetype. Es geht natürlich mal wieder um Personas - schließlich hat Alan Cooper höchstpersönlich die Idee der Nutzer-Archetypen (aka Personas) im "Webdesign" eingeführt (eines seiner guten Bucher, ist zum Beispiel About Face 3.0: The Essentials of Interaction Design ).

A good persona (or user archetype) is based on research and is specific, memorable and includes actionable information. [...] By using a more realistic persona name, and describing the behavioral characteristics you want to emphasize, you make it easier for everyone in the group to imagine the same person.

Ich bin auch kein Freund dieser künstlichen Namen. Eine Persona soll wie ein echter Nutzer daher kommen, und dazu gehört auch ein glaubhafter Name wie "Peter Schulze" statt "Peter der Erstanwender" - obwohl genau das in dem sonst sehr guten Buch The User Is Always Right: A Practical Guide to Creating and Using Personas for the Web (Voices That Matter) empfohlen wird.

Tools for conversion

Hier ist eine Zusammenstellung von 15 Diensten, die einem auf die eine oder andere Art helfen könnten, mehr vom Nutzer zu erfahren und so irgendwann die conversion rate zu steigern: Top 15 website tools help increase your conversion.

Warum die genannten Tools nicht verlinkt sind, ist mir schleierhaft - und die meisten sind ja eh bekannt (ich sag nur SurveyMonkey oder ClickTale).

Aber es lohnt sich mal kurz drüber zu scannen. Vielleicht sind ein paar dem einen oder anderen noch unbekannte Dienste dabei (zB. Serph, Kampyle oder Ethnio).

25. Oktober 2008

Gutenberg Parenthesis

Als damals 1450 (etwa) Gutenberg in Mainz Eins und Eins zusammenzählte und mit beweglichen Lettern den europäischen Buchdruck revolutionierte (es gab in Europa zu dem Zeitpunkt bereits auf Drucktafeln basierenden Buchdruck - und von den Chinesen will ich hier garnicht erst reden. Die hatten die Sache schon viele hundert Jahre früher drauf), da war das der Beginn einer Medienrevolution und das Ende der Oralität.

Bis dahin wurde jahrhundertelang nur gelabert. Geschichten wurden mündlich tradiert und abgewandelt und geremixt und ohne Rücksicht auf Urheber und Lizenzen weitergegeben, geklaut und kopiert.

Dann kam Gutenberg und mit ihm die bilige Buch-Massenproduktion und plötzlich gab es Autoren und Copyright und das Urheberrecht.

So war das dann 500 Jahre lang, bis endlich das Internet daher kam (auch eine Medienrevolution) - und endlich wird wieder gelabert und gechatet und getwittert und geremixt und geIMt und gepostet...

Das Gutenberg-Intermezzo geht langsam zu Ende, so behaupten zumindest einige, und nennen diese Zeit Gutenberg Parenthesis. Schöner Begriff, oder? Zurück zur Oralität. Man spricht offenbar von sekundärer Oralität.

The sequence is: orality --> literacy --> secondary orality as the primary locus of knowledge authority over the last 500-plus years. Over the thousands of years of human history, those 500 years are a parenthesis.

Was haltet Ihr davon? Ich bin gerade erst dabei, mich da etwas einzulesen - finde die Idee aber sehr charmant und auf jeden Fall bloggenswert ...

Android Concept Designs

Ich bin ja schon sehr auf das G1-Phone gespannt. In den USA ist es ja schon draußen und im Web kursieren schon einige Reviews (kurze Zusammenfassung: nicht schlecht für den ersten Wurf, aber nicht so ausgereift wie iPhone oder Blackberry).

Na ja, ich werds mir wahrscheinlich dennoch holen. Das iPhone ist mir a) zu "geschlossen" und b) bin ich kein Freund von speckigen Fingerabdrücken auf schönen Dingen.

Sehr interessant sind die verschiedenen Interface Designs die nicht umgesetz wurden oder G1-Konzepte die von Fans und wem auch immer erstellt worden sind.

Hier ist noch ein nettes Video auf YouTube zum Thema G1 GUI.

24. Oktober 2008

McCain vs. Obama - does usability win?

So kurz vor der Wahl zum nächste US_Präsi kommt diese Studie wie gerufen: Campaign 2008 White Paper - McCain vs. Obama (PDF, 65 Seiten).

In thinking about an ideal web site that would help you learn more about the 2008 presidential candidates, what would you expect it to look like/expect to find on that type of site? How much influence do you feel the candidates' websites may have in helping voters decide who to vote for?

Wirklich sehr interessante Studie. Schautz euch an - aber obacht: die Wahl ist schon am 4. November.

Web Inspector

Jeder kennt natürlich Firebug (ich habe vor zwei Jahren darüber gebloggt, als Firebug raus kam).

Da mein Firefox aber chronisch mit Plugins überladen ist, habe ich mich entschlossen den neuen, integrierten und überarbeiteten Webinspector vom WebKit Browser zu nutzen (auf dem Mac, gibt es wohl aber auch für den PC).

Das Tool ist wirklich recht gut und auch ganz hübsch. Netter als der Firebug, wie ich finde.

Und wozu braucht ein IA sowas? Na ja, manchmal ist es einfach ganz gut, wenn man einer Webseite unter die Haube schauen kann. Welche Keywords haben die Entwickler tatsächlich in die Metadaten der Seite gepackt? Wie wurden die Überschriften strukturiert? Welche Elemente der Seite laden wie lange? Und so weiter...

23. Oktober 2008

myAOL? WTF?

Hätte myAOL.com nicht gerade ein neues Developer Portal gelauncht hätte ich auch dieses Jahr keinen Gedanken an AOL verschenkt und auch noch nie bewusst myAOL wahrgenommen.

Jetzt bin ich aber dann doch mal zu myAOL.com gesurft. Wow - ich musste erstmal nachsehen, ob ich aus versehen Style Sheets deaktiviert oder JavaScript ausgeschaltet habe. Nein und nein. Die Seite soll offenbar so aussehen.

Laut myAOL Blog ist die Seite gerade mal ein Jahr alt. Das nennt man dann wohl Vintage Style.

IA Konferenz 2009: Motto und Datum

Der Themenschwerpunkt der IA-Konferenz am 16. und 17. Mai 2009 (Samstag, Sonntag) wird neben Präsentationen aktueller Methoden und Erfahrungsberichte aus der IA-Praxis, auf dem Verhältnis von IA zu strategischen Unternehmenszielen liegen.

Unter dem Konferenz-Motto: „IA in Business und Praxis“ wird Informationsarchitektur (IA) praxisnah auf die Handlungspotentiale bezogen, die sich innerhalb von Unternehmen aufzeigen lassen. Themen wie Enterprise und Global IA wenden sich direkt an aktuelle Herausforderungen vieler heutiger Unternehmen.

Welche Aspekte bilden den Mehrwert den Informationsarchitektur Unternehmen bietet und welche Beispiele, Methoden und best practices sind dabei relevant? Wie lassen sich IA-Probleme innerhalb von Unternehmen aufdecken? Wie können Stakeholder wirkungsvoll eingebunden werden? Wie können Informationsarchitekten aufzeigen, dass ihre Lösungen einen nachhaltigen Mehrwert erzeugen (Return on Investment)? Welche Mittel und Methoden sind geeignet und welche Beispiele können in der Kommunikation mit dem Auftraggeber überzeugen?

Wir freuen uns sehr, dass Lou Rosenfeld, Mitverfasser des populären „Polar bear“ Buches (Information Architecture for the World Wide Web ) und einer der renommiertesten und bekanntesten IAs weltweit, als Keynote-Speaker nach Hamburg kommen wird.

22. Oktober 2008

Breaking News: Lou Rosenfeld - Keynote Speaker

Er ist einer der bekanntesten Informationsarchitekten der Welt: Lou Rosenfeld. Umso erfreulicher ist es, dass er zugesagt hat als Keynote Speaker zu unserer IA Konferenz 2009 nach Hamburg zu kommen.

Wir vom Organisationsteam freuen uns riesig!

Five UX Competencies

Ich bin neulich über diesen ein Jahr alten Artikel von UX Matters gestolpert: The Five Competencies of User Experience Design. An dem muss ich letztes Jahr wohl irgendwie vorbeigesurft sein, oder ich habs schon wieder vergessen :) - auf jeden Fall erscheint er mir sehr gut.

Throughout my career as a user experience designer, I have continually asked myself three questions: What should my deliverables be? Will my deliverables provide clarity to me and their audience? Where do my deliverables and other efforts fit within the spectrum of UX design? I have found that, if I do not answer these questions prior to creating a deliverable, my churn rate increases and deadlines slip.

Der erwähnte Beitrag ist nicht allzu lang - aber sehr lesenswert.